Brennnessel-Risotto

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Vom lästigen Unkraut mit schmerzenden Blättern zum Küchenverbündeten und raffinierten Hauptgericht

Habt ihr Brennnessel bisher als lästiges Unkraut mit schmerzenden Blättern betrachtet, dann kann ich euch jetzt hoffentlich vom Gegenteil überzeugen!

Die Heilkraft der Brennnessel

Brennnesseln können einen positiven Effekt auf uns Menschen ausüben, da sie reich an Mineralsalzen, Magnesium, Eisen sowie Vitamin A und C sind. Sie wirken auch blutreinigend und harntreibend. Nachdem sie entzündungshemmend und schmerzlindernd sind, helfen sie auch bei Rheuma. Die vielfältigen positiven Effekte sprechen auf alle Fälle für die allbekannte Pflanzengattung!

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Selbsternte

Ein weiterer Vorteil der Brennnesseln ist, dass ihr sie in der Natur leicht findet. Aus der Erde auf den Tisch ist die Devise. Wenn sie nicht sogar im eigenen Garten wächst, könnt ihr die Suche mit einem Ausflug, Lauf oder einer Radtour in den Park, zur Grünfläche oder in den Wald verbinden. Auch an Wegrändern und Flussufern findet man sie oft. Ausgerüstet mit einem Sackerl, einer Schere und am besten Handschuhen, die bis zum Ellbogen reichen, seid ihr optimal ausgestattet, um den Transport nachhause sicher zu stellen.

Verwechslungsgefahr

Brennnesseln können unter Umständen mit anderen Pflanzen, wie zB den Taubnesseln verwechselt werden. Wie erkennt ihr sie nun mit Sicherheit? Ihr müsst nicht auf Nummer sicher gehen und die Brennnessel angreifen, um zu sehen, ob sie ihre zugegeben schmerzhafte Wirkung entfaltet. Ihr könnt sie alleine durchs Betrachten erkennen. Der Stengel ist stark kantig und die Pflanze ist mit Brennhaaren versehen. Das wohl offensichtlichste Unterscheidungsmerkmal sind aber die Blätter. Genauer gesagt ihre Form. Das Blatt gleicht einem Herz, wobei das Blattende zugespitzt ist, während der Anfang recht breit ist.

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Ein gesunder Boden schmeckt

Wie gesagt könnt ihr Brennnessel bedenkenlos selbst pflücken. Das bringt den Vorteil mit sich, dass ihr um die Herkunft des Lebensmittels Bescheid wisst. Ihr könnt euch also sicher sein, dass keine Kunstdünger oder Chemikalien eingesetzt wurden, um schädliche Tierchen zu töten oder das Produkt haltbar zu machen. Natur pur steht somit am Speiseplan. Die Brennnessel können geschmacklich mit Spinat in Beziehung gesetzt werden.

Keine Sorge übrigens! Beim Kochen werden die Brennhaare, die für den Stecheffekt verantwortlich sind, zerstört. Es geht somit keine Gefahr mehr von den Blättern aus.

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Schwierigkeit: leicht – Zubereitungszeit: 40 Minuten

Zutaten (für 2 Personen)

  • 185 g Risottoreis
  • 200 g Brennnessel
  • 450 ml Gemüsebrühe
  • 50 ml Weißwein zum Ablöschen
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Ei
  • 30 g geriebener Parmesan
  • etwas Salz und Pfeffer
  • 2 EL Olivenöl

Nachdem wir nur die Blätter der Brennnessel brauchen, werden diese zuerst von dem Stängeln getrennt. Dafür unbedingt Handschuhe anziehen. Mit Küchenhandschuhe, die bis zum Ellbogen reichen, seid ihr auf der sicheren Seite! Es bleiben nun 100g Brennnesselblätter über. Diese werden in einem Sieb gewaschen.

Einen Topf zur Hälfte mit Wasser füllen und erhitzen. Die Brennnessel werden 15 Minuten geköchelt und dann abgeseiht.

Die Gemüsebrühe in einem kleinen Topf zum Kochen bringen. Zwiebel fein hacken und in einem großen Topf im Olivenöl glasig dünsten. Damit die Zwiebeln nicht anbrennen, einen Schuss Wasser hinzufügen bis sie goldbraun sind.

Den Reis dazugeben und glasig dünsten. Mit Weißwein aufgießen. Ist dieser verdampft, die Brennnesselblätter untermischen. Mit Salz und Pfeffer würzen und nach und nach mit der Gemüsesesuppe aufgießen. Hierbei aufpassen, dass der Reis nicht anbrennt. Auf mittlerer Stufe köcheln und immer wieder mit einem Schöpflöffel Suppe bedecken und umrühren.

Ist das Risotto fertig, den geriebenen Parmesan untermischen. Den Topf von der Platte nehmen und ein Ei schnell in das Risotto einrühren. Nun kann es serviert werden!

Buon Appetito!

 

Tipp:

Bleiben Brennnessel übrig, könnt ihr sie ganz einfach einfrieren. Dafür einfach die Blätter von den Stängeln trennen. Wascht sie anschließend gut, damit ihr keine kleinen Tierchen oder Schmutz miteinfriert. Blätter abtrocknen, in ein Gefriersackerl geben und tiefkühlen.

 

 

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