Eierschwammerl-Ravioli am Teller angerichtet

Eierschwammerl-Ravioli

Michela hat sich im Kücheninterview über Sardinien gewunschen, dass ich das Rezept für selbstgemachte Ravioli auf Eatalicious stelle. Im Interview sagte sie auch, dass sie diese gerne kosten komme. Dies nahm ich unverschämter Weise zum Anlass Sie einzuladen, die Eierschwammerl-Ravioli mit mir zu machen.

Hier ein Schnappschuss von Michela und mir während wir die Füllung für die Ravioli zubereiten

Das Grundrezept für die Pasta und die Idee für die Füllung ist von der Mama meiner lieben Freundin Marta. Ihr habt sie im Kücheninterview über Venetien kennengelernt. Martas Mama ist eine begeistete Köchin, was in der Sprachnachricht an mich, indem sie mir die Zubereitung für die Eierschwammerl-Ravioli ansagte, deutlich zum Ausdruck kam 🙂

Tipps für selbstgemachte Pasta

Macht ihr frische Pasta, hab ich ein paar Tipps für euch:

  • Die Eier ein paar Stunden vorher aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie bei der Verarbeitung Raumtemperatur haben.
  • Den Teig am besten auf einer Holzfläche zubereiten. Diese weißt eine konstante Temperatur auf und ist wärmer als Marmor oder andere Oberflächen.
  • Ist der Teig zu fest, die Hände mit etwas Olivenöl beträufeln, dann wird der Teig geschmeidiger.
  • Den gekneteten Teig zum Rasten nicht in den Kühlschrank geben, sondern an einen kühlen Ort.
  • Faustregel für eine Portion Pasta: Rechnet pro Person 100g Mehl und 1 Ei.

Die Tipps habe ich unter anderem von Alessandra. Sie beschreibt auf ihrem Blog A Modo Mio eine Menge nützliche Infos rund ums Pasta machen.

Pastateig einfärben

Pasta kann ganz einfach eingefärbt werden. Dafür reicht es, wenn man dem Teig gewisse Zutaten beifügt.

  • Gelbe Pasta: Für meine Eierschwammerl-Ravioli hab ich etwas Kurkuma in den Teig gemischt. Das ist geschmacksneutral und färbt den Teig in ein strahlendes Gelb.
  • Rote Pasta: Für einen roten Teig mischt ganz einfach ein paar Löffel Rote Rüben Saft hinzu.
  • Grüne Pasta: Grünen Teig erhält ihr durch Spinat.
Eierschwammerl-Ravioli werden befüllt und geformt
Eierschwammerl-Ravioli

Zutaten (für 5 Personen)

Für den Teig:

  • 500g glattes Mehl zB Typ 480
  • 5 Eier
  • 1 TL Salz
  • ½ TL Kurkuma

Für die Füllung:

  • 500g Eierschwammerl
  • 1 Kartoffel
  • 30g Parmesan
  • 1 Ei
  • ½ Bund Petersilie
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 Knoblauchzehe
  • etwas Olivenöl

Garnieren:

  • Butter
  • Frischer oder getrockneter Salbei
  • Muskat
  • Parmesan, Pecorino oder Ricotta Salata
  • frische Petersilie
  • 5 Eierschwammerl

Zubereitung der Eierschwammerl-Ravioli

Ravioliteig:

Zuerst wird der Teig für die Ravioli zubereitet: Das Mehl auf der Arbeitsfläche anhäufen und in der Mitte eine Mulde formen. Die Eier in der Mulde aufschlagen. Salz hinzufügen und mit einer Gabel die Eier mit dem Teig von innen nach außen nach und nach vermengen. Auf diese Weise entstehen kleine Klumpen. Im nächsten Schritt den Teig mit den Händen 15 Minuten zu einem glatten Teig kneten. Dazu braucht es Ausdauer und Kraft, denn je länger der Teig geknetet wird, desto besser. Am besten ihr drückt den Teig mit dem Handballen flach, faltet ihn zusammen und wiederholt den Vorgang. Nach der Knetzeit wird der Teig zu einem Ball geformt und in Frischhaltefolie gewickelt. Nun rastet er mindestens 30 Minuten an einem kühlen Ort, aber nicht im Kühlschrank.

Raviolifüllung

Kartoffel weich kochen. Eierschwammerl mit einem nassen Geschirrtuch putzen. Knoblauchzehe in Olivenöl anschwitzen. Eierschwammerl klein hacken, wobei ihr ca. 5 Stück für später ganz lassen könnt. In die Pfanne zum Knoblauch geben und kurz anbraten. Salzen, pfeffern und gehackte Petersilie untermischen. Auskühlen lassen, den geriebenen Parmesan und das Ei sowie den zerstampften Kartoffel untermischen.

Teig ausrollen und Ravioli befüllen

Nun wird der Ravioliteig mit dem Nudelholz ausgerollt: Teig in 2 Teile Portionieren. 1 Teil wieder zurück in die Frischhaltefolie geben, sonst trocknet er aus. Den anderen Teil ausrollen. Hierfür braucht ihr noch einmal eine Portion Geduld. Der Teig sollte ca. 5mm dick ausgerollt werden. Bis er die finale Dicke erreicht hat, immer wieder mit etwas Mehl bestäuben. Mit einem Becher oder Glas Kreise ausstechen. 1 EL Füllung darauf verteilen und zusammenschlagen, sodass ein Halbmond entsteht. Enden gut zusammendrücken und mit der Gabel eindrücken. Die Reste vom Teig erneut ausrollen und den Vorgang wiederholen. Ist der Teig verbraucht, mit der zweiten Teighälfte ebenso vorgehen.

Ravioli kochen

Die befüllten Ravioli zum Trocknen auf einem Geschirrtuch ausbreiten, aber nicht aufeinanderlegen. Wasser in einem Topf erhitzen, grobes Salz hinzufügen und Ravioli 5-7 Minuten al dente kochen. Butter in einer großen Pfanne schmelzen, Salbei darin anbraten. Ravioli abseihen und in der Pfanne schwenken. Mit Muskat würzen und auf den Tellern mit frischen Eierschwammerln und Petersilie servieren. Käse frisch reiben.

Danke für deine Hilfe Michela!

Ohne diese wäre ich niemals rechtzeitig vor dem Eintreffen unserer Gäste fertig geworden 🙂



Fagiolini al Sugo

Fisolen in Tomatensoße

Rezept aus Apulien

Die Fisolen in Tomatensoße – oder Fagiolini al Pomodoro, wie sie auf Italienisch heißen – fangen den Geschmack Apuliens ein. Sie werden mit passierten Tomaten und Parmesan im Topf geschmort. Dabei ist es wichtig nicht zu viel von den Tomaten zu verwenden, sondern die Fisolen nur knapp damit zu bedecken. Sollte der Saft verdampfen, keine Tomaten sondern etwas Wasser nachgießen. Denn wie immer ist bei den Italienern weniger oft mehr 🙂

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